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Anatomie und Funktion

Das Bandscheibe

Was ist eine Bandscheibe?

Jede Bandscheibe ist eine bindegewebige, also fasziale Struktur. Die Bandscheibenkerne werden von Bandscheibenfaserringen umfasst. Diese kommunizieren über die Spinalganglien auch mit den tiefen Core-Faszien und den sensomotorischen Core-Muskeln, also Piriformis & Psoas sowie mit den Multifidi, dem Zwerchfell und dem Beckenboden.

Bandscheibenvorfall - Typisches Krankheitsbild

Die Rückenmarkshäute, Wirbelgelenke mit ihren Gelenkkapseln stehen zusammen mit den Bandscheiben in engstem Kontakt...

Dr. Peter Sigg

Bandscheibe Einführung

Die Bandscheibe ist ein ganz besonders wichtiges Element des komplexen Fasziensystems, eine sehr spezialisierte Faszie. Kein lebloser "Puffer", sondern zusammen mit den Faszien um das Iliosakralgelenk ISG und um das Steißbein ein von feinsten Nervenfasern/Sensoren durchzogenes System zwischen den Knochen. Es gibt auch noch weitere Ligamente/Spinalfaszien um die Lendenwirbel. Alle diese miteinander kommunizierenden inneren Lendenwirbel-/Iliosakral- und Spinal-Faszien einschließlich eben auch der Bandscheibe können mit keiner Faszienrolle wirklich erreicht, mit ihr also nicht wirklich sinnvoll behandelt werden. Das Fasziensystem reagiert auch sehr sensibel auf Streß, ist zudem immunologisch sehr reagibel, wie schon viele bei einer Grippe oder jetzt sogar bei Immunreaktionen durch das Convid-16 Virus erfahren mussten! Auch hier gilt: bloß kein Einsatz von Faszienrollen! Bloß nicht übermäßig drücken und übermäßig Dehnen! Sondern das gesamte Fasziensystem einschließlich der Bandscheiben L4/L5 und L5/S1 über dem Kreuzbein und der relativ winzigen Bandscheibe zwischen dem Kreuzbein und dem Steißbein sowie die ISG-Faszien in ihrer biologischen Funktion bestmöglich fördernd erhalten, in ihren steuernden Funktionen sogar möglichst spezifisch stimulierend wiederherstellen! 

 

Die biologische Analyse dieses komplexen Core-Systems erfolgt in einem differenzierten MRT am besten durch einen besonders erfahrenen Spezialisten! Denn selbst bei einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder/und einer Bandscheibenvorwölbung Protrusion sollten - ebenso wie bei schmerzhaften Störungen im ISG und am Steißbein - sämtliche Strukturen vor oft sehr verstümmelnden OPs bewahrt werden. Glücklicherweise haben die spinalendoskopischen Möglichkeiten begonnen, hier neue Wege zu eröffnen! Auch vor vielen untauglich unangemessenen, die prekäre Situation eher zusätzlich verschlimmbessernden, Übungen sollte so mancher Prolaps (Bandscheibenvorfall) und so manche große Protrusion (Bandscheibenvorwölbung) bewahrt bleiben. So manche muskuläre "Blockade" stellt nämlich einen sinnvollen, nützlichen Schutzreflex auf solche inneren Bandscheibenleiden dar. Die einschränkende Blockade ist dann also ein Symptom - und diesen Blockade zu "lösen" kann übel enden! 

 

Viele Menschen erkennen/erahnen solche Zusammenhänge rein instinktiv, lehnen deswegen eine nur auf das Symptom "Rückenschmerz = Lumbalgie" gerichtete "Therapie" ab! Trotzdem werden viele mit mehr oder weniger intensivem Nachruck von ihren Ärzten trotzdem zu Pillen, Tropfen und von den Physiotherapeuten und Osteopathen zu Übungen gezwungen. Jetzt immer häufiger werden auch ohne entsprechende Ursachenforschung auch Faszienrollen und Cannabis etc. als "Schmerz-Therapien" eingesetzt. Die Rolle des Immunsystems bei "Rücken" einschließlich "Bandscheibe", "ISG" und "Faszien" ist aber selbst auch jetzt in Zeiten des Corona-Virus immer noch sträflich vernachlässigt!

Anatomie Bandscheibe

Erst durch das fein abgestimmte Zusammenspiel von Bandscheibe, Lendenwirbeln, ISG, Kreuzbein, Steißbein, tiefen Faszien und vegetativen Nervenganglien erhält das aufrechte Gangbild des Menschen seine aufrechte und harmonische Dynamik.

 

Die Bandscheiben = Zwischenwirbelscheiben (Disci intervertebrales) zwischen zwei Lendenwirbelkörpern bestehen meist in das  zweite Lebensjahrzehnt hinein aus einem biologisch aktiven Bindegewebe. Die Gesamtheit des Bindegewebes mit den darin enthaltenden Neuronen wird heute auch als Fasziensystem bezeichnet: Jede Bandscheibe ist also immer auch ein Teil des ganzheitlich agierenden komplexen Fasziensystems unseres Körpers!

 

Bandscheibenfaserringzellen (Fibrozyten) mit reichlich sie umgebenden kollagenen Faserbündeln umhüllen hier ein nach der Mitte hin zunehmend sulziges, gallertiges Bandscheibenkerngewebe aus spezialisierten Bandscheibenkernzellen (Chondrozyten) in einer weichen, im Alter aber zunehmend trockeneren, zäher werdenden Matrix/Grundsubstanz. Das Bindegewebe unterliegt im gesamten Körper demselben Alterungsvorgang, wenngleich in der Haut wieder anders als in den inneren Organen und den Sehnen, dem Knorpel und Kochen sowie der Bandscheibe.

 

Die Bandscheibe als bindegewebiger, biologischer Sensoren/Messfühler zwischen den Grund- und Deckplatten der angrenzenden knöchernen Wirbelkörper sowie das eigentliche Rotationszentrum der Wirbelkörper - und sogar des menschlichen Rumpfes insgesamt. In jeder einzelnen Bandscheibe spielen spezielle neuronale Rezeptoren zur Kontrolle der inneren Körperspannung eine elementar wichtige komplex steuernde Rolle.

Funktion Bandscheibe

Der kontinuierlich in den Kern übergehende Faserring ist von kleinsten Nervenfasergeflechten durchzogen - individuell von Mensch zu Mensch und auch von verschiedenen weiteren Faktoren, wie chronische Überreizungen mit feinsten Rissbildungen beeinflusst . Solche Rezeptoren spielen vor allem beim Bandscheibenfaserringschmerz mit HIZ- (Hyper Intense Zone -) Syndrom und auch bei der aktivierten Osteochondrose Modic eine wesentliche Rolle.

 

Die Rückenmarkshäute, Wirbelgelenke mit ihren Gelenkkapseln stehen zusammen mit den Bandscheiben in engstem Kontakt den feinen Nervenfasergeflechten des bindegewebig ausgekleideten ("epiduralen") Rückenmarkkanals. Durch wiederholte und auch durch anhaltende Überreizungen mit entzündlichen Vorgängen können sich die weichen, zunächst elastischen Bindegewebshäute des Rückenmarkskanals narbig/hypertroph verdicken. In Verbindung mit der degenerativ eintrocknenden Bandscheibe kann dies - vor allem auch nach einem Bandscheibenvorfall - zu teils erheblichen weiteren Problemen, wie vor allem einem Segmentkollaps mit Instabilität, Gleitwirbel, Arthrose und schließlich die Mobilität einschränkender Spinalkanalstenose führen.

 

Vertiefte Kenntnisse über Bandscheibe, Kreuzbein, Steißbein, Spinalkanal, innere Faszien sowie die Coremuskeln Psoas und Piriformis können dazu beitragen, die Ursachen von schmerzhaften Einschränkungen im unteren Rücken und in der Hüfte besser zu verstehen. Und bei der Beratung durch den Arzt Ihres Vertrauens also bereits schon eine erste orientierende Grundlage bieten! Keine vorschnelle Bandscheiben-OP wie Bandscheiben-Cage oder Wirbelversteifung-OP Spondylodese bei Bandscheibenvorfall oder auch Wirbelsäulen-Arthrose & Stenose!

Bandscheibenvorfall?

Rückenschmerzen? Hüftschmerzen? Bandscheibenvorfall? Osteoporose? Die richtige Diagnose ist wichtig!

Die Bandscheiben sind oft Teil von Schmerzen im unteren Rücken.

Typische Krankheiten in der Bandscheibe

Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps): Durch Überdehnungen und Risse im Faserring können Teile der Bandscheibenkern-Matrix in den Spinalkanal austreten. Die entstehende örtliche Entzündung kann zu Vernarbungen, Fehlbeweglichkeiten und zur Wirbel-Spondylarthrose überleiten; der Gelenkknorpel wird abgescheuert und es wuchert neues Knochengewebe. Auch ein Hexenschuss (Lumbago) steht häufig mit defekten Bandscheiben und Arthrose und Arthritis der Wirbelgelenksfacetten in Verbindung.