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Protrusion L4/L5 mit ISG-Syndrom

Bandscheibenprotrusion L4/L5 (Bandscheibenvorwölbung L4/L5) & ISG-Syndrom: erkennen und differenziert behandeln!

Fachärztliche Analyse und Informationen Dr. Peter Sigg Ravensburg

Eine Protrusion L4/5 = Überdehnung mit Vorwölbung der Bandscheibe zwischen dem 4ten und 5ten Lendenwirbel ist besonders häufig zu finden. Wie jeder andere Bandscheibenschaden, also auch ein Bandscheibenvorfall Prolaps oder eine Bandscheibenalterung Diskose sollte eine Bandscheibenfaserringüberdehnung aber immer auch im Zusammenhang mit dem Zustand und den Funktionen der beiden Iliosakralgelenke ISG gesehen werden. Es geht nämlich nicht immer nur um die Klärung der Frage, ob eine Nervenwurzel (mehr oder weniger) gedrückt wird. Ein Bandscheibenschaden kann nämlich auch zu einer Schädigung der Bandscheibe als Sensor zwischen zwei Lendenwirbeln oder auch auch zwischen Lendenwirbel und  Kreuzbein führen: zu Störungen der inneren Sensomotorik in der Mitte zwischen Rücken und Bein.

Das Iliosakralgelenk ist dann möglichst spezifisch gezielt mit zu behandeln.

Chiropraktik und Dehnübungen im Bereich der ISG-Faszien und des Piriformis sind bei einer Bandscheibenprotrusion L5/S1 besonders problematisch.

Die beiden Bandscheiben L4/L5 und L5/S1 sind also sowohl anatomisch wie auch funktionell eingewoben in den Faszienkomplex rund um das Kreuzbein Sakrum zwischen dem unteren Rücken und den beiden Hüften mit den Beinen.

Bei einer  Bandscheibenvorwölbung = Überdehnung des äußeren Faserringes übermitteln die Rezeptoren des überdehnten Bandscheiben-Faserringes reflektorisch auch Signale an die umgebenden Faszien mit ihren Verankerungen in den Knochenrinden der beiden Iliosakralgelenke. Das führt sehr häufig auch zur Übersteuerung des hier vom Kreuzbein im Gesäß zur Hüfte hinüberziehende Musculus Piriformis. Außer den örtlichen Schmerzen im unteren Rücken ("Lumbalgien", "Blockaden", etc.) und einseitigem Beckenschiefstand können dann auch über den Druck des schmerzhaft verkrampfenden Piriformismuskel auf den vorbei ziehenden Ischiasnerven Ischiasschmerzen ausgelöst werden (Lumboischialgien).

Übrigens gilt dasselbe auch umgekehrt bei Überreizungen der ISG-Faszien und des Piriformismuskels durch übertriebene Manipulationen beim ISG-Einrenken, ISG-Dehnen, Piriformis-Dehnen und Piriformis-Drücken (Faszienrolle & -ball etc.). Der kurzfristige Effekt führt langfristig, je häufiger durchgeführt zu Dauerschäden in der so sensibel steuernden myofaszialen Mitte.

Schmerzen im unteren Rücken, Hüftschmerzen, "Ischias" -Schmerzen = "Lumboischialgien" also differenziert analysieren und therapieren! Es reicht nicht nur ein Röntgen der LWS und des Beckens / den Hüften! Und es reicht auch nicht, im MRT nur(!)  nach einer Engstelle im Verlauf der Nervenbahnen zu fahnden!

Eine Regeneration z.B. mit PRP aus dem Eigenblut mit gezielten PRP-Spritzen in die entsprechenden Gewebsregionen ist nach vorausgehender iliosakraler/ISG- und Bandscheiben-Spezialanalyse wäre bei rechtzeitiger wirklich erfahrener Beurteilung mitunter oft noch möglich!

Rücken- und Hüft- Schmerzen, oft auch Mißempfindungen bis zum Fuß durch den vom Piriformismuskel gequälten Ischiasnerven sind also kein Grund für eine Bandscheiben-OP!

Nur wenn tatsächlich ein massiver Druck auf eine Nervenwurzel vorliegt, wenn vielleicht sogar Lähmungen auftreten, muss hier auch diese Nervenwurzel gezielt befreit werden: oft würde aber auch eine PRT = Peri - Radikuläre - Therapie an der Druckstelle  noch helfen können. Also auch hier sind jetzt gute Ergebnisse mit PRP (Eigenblut) direkt an die Protrusion im Nervenwurzelkanal und vor allem in die zunehmend kollabierende Bandscheibe immer häufiger. Durch eine Bandscheiben-OP bei einer Protrusion in Verbindung mit einer Kapselschwellung der Facetten-/Wirbelgelenks können bei den klassischen Bandscheiben-OPs zusätzliche bleibende Schäden entstehen. Schädigungen in den tiefen Spinal-Faszien mit einer hierdurch zusätzlich intensivierten Piriformis-Syndrom-Ischialgie.

Rückenschmerzen, ISG-Blockaden, Ischias, Lumboischialgie erfordern heutzutage spätestens nach 3 Monaten eine vertiefte ursächliche Analyse. Und dann auch eine entsprechend differenzierte Therapie. Es muss nicht gleich operiert werden. Aber es sollten auch nicht weitere chronische, irreparable Entwicklungen durch reine Dehnungen, Einrenkungen, Schmerzmittel und die vorschnelle, "offene" Nukleotomie (Bandscheibenkernentfernung durch den Spinalkanal hindurch) riskiert werden.

Oft ist ja noch eine gezielte orthopädische Bio-Regeneration des spezifischen Komplexes zwischen den Lendenwirbeln, dem Kreuzbein, dem Steißbein und den beiden Darmbeinen mit den Hüftgelenken möglich. Zu prüfen ist dann, ob gezielt eingebrachtes PRP aus dem Eigenblut in die tiefen, inneren Spinalfazien rund um die Bandscheiben, Lendenwirbel, das Kreuzbein mit dem Steißbein, also in die iliosakralen Knochenspalte eine Option zur biologischen Regeneration sein könnte.

Natürlich ergänzt durch ein einfaches Programm zum sensomotorischen(!) Training der in diesem Komplex koordinierenden Sensoren. Nicht Kraft, sondern Harmonie! Keine ständig wiederholten Verwechslungen von Ursache und Folge, keine ständigen "Resets/Knockouts" durch Überreizung in den komplexen Steuermechanismen zwischen Bandscheiben, Faszien und Core-Muskeln! 

Wenn die Symptome durch den überdehnten Bandscheibenfaserring mit reflektorischen Auswirkungen in die tiefen Rücken-Faszien bis in das Iliosakralgelenk ISG und in den Piriformismuskel reichen, müssen Sie auch an den Rezeptoren des Bandscheibenfaserringes wieder Ruhe einkehren lassen:

- Es sollte, trotz der tiefen hinteren Hüftschmerzen, Gesäßschmerzen und Ischias also auf keinen Fall eine reine auf den Schmerz gerichtete OP für zusätzliche, dauerhafte Schäden sorgen.

- Durch die übliche Fehldeutung der reaktiven Verkrampfungen und Muskelverkürzungen kommt es aber leider sehr häufig zu fatalen, auf die Dauer weiter verschlimmernden Fehlbehandlungen mittels Chiropraktik und Dehnübungen. Gedacht für reaktiv krampfenden Muskeln, ankommend aber auch an den Bandscheibenfaserringen, den alarmierten Core-Faszien und dem reaktiv übersteuernden Piriformismuskel tief im Gesäß mit dem hier mit durch den Beckenring ziehenden großen Ischiasnerven.

Ständiges Dehnen bei einem solchen reaktiven ISG- & Piriformissyndrom kann also zu wirklich fatalen "Rücken-" und "Ischias-" Odysseen führen. Entstanden und chronifiziert ist so manche "Lumboischialgie" (="Rücken"-Hüft/Ischias-Schmerz) durch eine Protrusion mit reaktivem Piriformissyndrom. Einer über die ISG-Faszien vermittelten Verkrampfung des Piriformismuskels, der auf den Ischias drückt - und an dem munter wieder und wieder herum-"therapiert" wird...

Schmerzmittel ändern natürlich überhaupt nichts an diesem fatalen Geschehen! Wie Medikamente zur Sedierung und Muskelentspannungsmittel unterdrücken sie nur die entstehenden Folgen/Symptome einer Bandscheibenprotrusion mit Rezeptoren-Alarm auch an die umgebenden ISG-Faszien: "ISG-Syndrom", bei dem das Gelenk nicht verrutscht, sondern durch den Piriformis blockiert ist und an dem viel zu häufig wieder und wieder "eingerenkt", mobilisiert, gedehnt, gedrückt, etc. wird. 

In meinem Büchlein "RÜCKEN"? WENN ÜBUNGEN UND PILLEN NICHT MEHR HELFEN (Amazon KDP / MEDIMOPS) habe ich die Ursachen von "RÜCKEN", also unteren "Rückenschmerzen", "Hüftschmerzen" & "Ischias" schon etwas differenzierter zu beleuchten versucht:

Anhaltender und ständig wiederkehrender Rückenschmerz (lat. "Lumbalgie"/Lumboischialgie") ist keine Diagnose!

Schon gar nicht eine Diagnose, auf die es als einzige ärztliche Reaktion die Verordnung von Schmerzmittel und Übungen gibt. Innere Reizzustände durch Sitzen im Stress werden in diesen Zeiten immer häufiger. Reizzustände auch der Bandscheibenfaserringe, welche die Lendenwirbel zusammenhalten und mit den Faszien des iliolumbalen und iliosakralen Systems zusammenwirken.

Ich habe kurz dargestellt, dass die bisherige Vorgehensweise immer noch sehr oft zur Odyssee mit "RÜCKEN" führt.  Auch, dass Arthrose und Rheuma im unteren Rücken samt dem Iliosakralgelenk ISG eine Rolle spielen könnten:

zunächst also mehr Licht in diese Blackbox "Rücken, Bandscheibe, Iliosakralgelenk, Piriformismuskel, Hüfte & Ischias" kommen sollte!

Nicht jede Lumbalgie, Lumboischialgie, Blockade nur unbedacht be-üben! Und vor allem noch rechtzeitig nachschauen lassen! Ständig wiederholte Dehnübungen mit (Über-) Dehnungen der Faszien mit dem dann reaktiv krampfenden, "blockierenden"  (Piriformis-) Muskels können immer weiter in die Chronifizierung führen:

Tag für Tag bestätigen mir immer mehr Patientinnen und Patienten aus ihrer eigenen leidvoller Erfahrung, berichten mir von ihrem einschränkenden, auch seelisch zermürbenden Leiden. Von ihren Odysseen medikamentöser, physiotherapeutischer und immer häufiger sogar psychotherapeutischen "Schmerztherapien".  Aber auch von fatalen Rücken-Operationen / Rücken-Chirurgie. Das sich (fast epidemisch/pandemisch...) immer mehr verbreitende "Failed Back-Surgery Syndrom" ist oft eine Folge dieser Fehldeutungen und Fehlbehandlungen. Eine biologische Regeneration - eine gezielte Bio-Regeneration mit PRP aus dem Eigenblut - ist dann aber irgendwann nicht mehr möglich!

Die ISG-Faszien, die Steißbein-Faszien und die beiden Core-Muskeln Piriformis und Ilio-Psoas verursachen also oft die tiefen schmerzhaften Blockaden im unteren Rücken. Auch "Ischias"- Schmerzen nicht durch den Druck einer Bandscheibe auf eine Nervenwurzel. Sondern durch die Sensoren des Bandscheibenfaserringes und der ISG- / hinteren Beckenfaszien. Es entsteht ein reaktiver Muskel-Krampf (Spasmus), ein intensiver schmerzhafter Muskelkrampf unter dem oberflächlicheren großen Po-Muskel ganz tief im Gesäß mit Druckausübung auf den großen Ischias-Nerven bei dessen gemeinsamen Durchtritt mit dem Piriformis durch ein Knochenfenster, einer Öffnung unter der Beckenschaufel im hinteren Beckenring.

Nochmals: den verkrampften Piriformis zu dehnen (...versuchen...), ist also keine wirklich gute Idee, keine wirklich ursächliche Therapie. Wenn Sie es also vielleicht auch schon mehr-oder-weniger erfolglos versucht haben oder Ihre Physiotherapeutin bzw. Ihr Physiotherapeut sich immer noch Monat für Monat so abmüht seien Sie bitte nicht frustriert, sondern versuchen Sie es jetzt vielleicht doch auch einmal mit einem neuen Ansatz. 

Hier findet jetzt eine Art "Revolution" in der biomedizinischen Diagnostik und gezielten bioregenerativen Therapie bei "Rücken" / "Rückenschmerzen" mit und ohne "Ischias" statt. Die Spezialanalyse der Bandscheibe und der  tiefen Faszien rund um die Bandscheibe, die Lendenwirbel und das Iliosakralgelenk erlaubt bei rechtzeitiger Durchführung oft auch eine biologische Regeneration, die Wiederherstellung einer wieder starken Mitte.

Mein nächstes Büchlein bei Amazon KDP wird sich speziell mit den neuen Optionen der gezielten Anwendung von PRP bei "Rücken" beschäftigen: wie das PRP gewonnen wird, wann es wohin und wie und warum gezielt bildgesteuert eingebracht wird. 

Im Kernspin MRT findet man dann zwar "nur" eine Protrusion L4/L5 zwischen den Lendenwirbeln, eine als "banal" eingestufte Protrusio disci L4/L5. Häufig findet auch eine Gewebsschwellung einer HIZ = Hyper-Intensen-Zone im Bereich der Bandscheibenvorwölbung / Protrusion. Mit einer "Lumboischialgie" oder einer "unspezifischen Pseudoradikulär- Symptomatik". Weil eben nicht eine einzelne Nervenwurzel (Radix") durch einen Bandscheibenvorfall Prolaps oder eine Bandscheibenvorwölbung Protrusion abgedrückt wird. 

Die Schmerzen sind natürlich nicht "pseudo" und erfordern möglichst spezifische therapeutische Maßnahmen sämtlicher Core-Strukturen. Die heute viel praktizierten schmerztherapeutischen Nervenverödungen, Schmerzmittel und chirurgische Operationen im unteren Rücken und im Iliosakralgelenk verändern nichts an diesen eigentlichen komplexen Vorgänge im unteren Rücken - verschlimmern vielleicht alles sogar nur noch zusätzlich. Auch die sicher gut gemeinten, häufig aber eben doch kontraproduktiven, nur kurzfristig scheinbar erlösenden weit verbreiteten "Dehnübungen" und Piriformisdruckübungen mit Rollen und Bällen können leider sogar zu weiteren pathologisch verschlimmernden Entwicklungen, zur schließlich definitiven Chronifizierung führen:

"Deutschland hat Rücken", dehnt und drückt und übt bis es irgendwann keine reelle Erlösung mehr gibt. Drückt, dehnt und übt - gleichgültig aus welchem inneren Grund der Piriformis, die iliolumbalen tiefen Faszien so reagieren - also selbst bei Prolaps, ISG-Arthrose, ISG-Arthritis und ISG-Rheuma sowie bei einer dekompensierten Bandscheibe im unteren Rücken (Protrusion, Diskose). Diese Übungen und Tools für den unteren Rücken und die Hüften werden in allen Medien propagiert und trotzdem hat nicht nur Deutschland sondern die ganze zivilisierte Welt "Rücken": "RÜCKEN"?

Die Folgen einer Protrusion L4/L5 sind also häufig auch ein ISG-Syndrom mit Überreizung der Kreuzdarmbeinfuge durch eine iliosakrale tiefe Fasziendekompensation. Und natürlich umgekehrt. Denn diese Strukturen - Bandscheibe L4/L5, L5/S1 und Iliosakralgelenk ISG reagieren wechselseitig, interaktiv! Ein Iliosakralsyndrom kann auch zur Dekompensation der Lendenwirbelsäule, besonders häufig der Bandscheibe L4/L5 und der Wirbelgelenksfacetten L4/L5 führen. Es kann durch ein ISG-Syndrom dann auch zu einer Protrusion oder sogar zu einem Bandscheibenvorfall Prolaps kommen. Und außerdem zu einem Wirbelsäulen- Facettensyndrom L4/L5 und auch L5/S1. Alle sind in die tiefen Core-Faszien rund um das Iliosakralgelenk, also um das Kreuzbein und das Steißbein ISG mit eingebettet. Es resultiert das Symptom(!) "Lumbalgie" = tief sitzender Rückenschmerz (keine hilfreiche Diagnose!), vielleicht auch mit Ischias, also = "Lumboischialgie" (ebenfalls eine leider sehr häufige, aber keine hilfreiche "Diagnose"!). Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen, Schmerzen bei bestimmten Bewegungen wie dem Wiederaufstehen aus dem Sitzen, Schmerzen beim Drehen im Bett, beim Aufstehen morgens aus dem Bett, Sofa, Sessel, Stuhl, Auto, etc.

Die Symptome eines Iliosakralgelenk/ISG-Syndroms und einer Bandscheibenprotrusion L4/L5 sind sich also deshalb so ähnlich bis fast identisch, weil das ISG und L4/L5 sowie L5/S1 anatomisch so extrem eng - wenige Finger breit -  beieinander liegen, biologisch funktionell miteinander eng gekoppelt sind und sich so natürlich auch immer wechselseitig beeinflussen: das ISG-/Iliosakralgelenk, die Bandscheiben L4/L5 und L5/S1 sowie Lendenwirbel- Facettengelenke mit den umgebenden Core- Muskeln und Core- Faszien bilden einen anatomisch und funktionell einheitlichen Komplex! Die rechtzeitige Analyse einschließlich einer wirklich adäquaten Kernspintomografie dieser Strukturen sowie dann auch einer gezielten und dokumentierten Test-Infiltration sollten dann möglichst auch zu einer möglichst nachhaltigen Intervention führen. Und zwar noch bevor es dauerhaften, irreversibel einschränkenden Zuständen durch komplexe Vernarbungen und Systemzusammenbrüchen der Corestrukturen gekommen ist!

In meiner Spezialpraxis in Ravensburg analysiere ich seit Jahren ausschließlich anhaltende untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischiasschmerzen die durch "Übungen" und Pillen, aber auch durch Operationen nicht wirklich befriedigend behoben werden konnten und frage mich mehr als ein Mal am Tag, warum diese Problematik so lange mit völlig inadäquaten "Therapien" angegangen wird. Schmerzpharmaka, Physioübungen, Rückenchirurgie und Schmerzpsychotherapie ohne dass berücksichtigt wird, dass in einem Kernspin MRT nicht nur nach einem Prolaps, einer Stenose, einem Gleitwirbel sondern eben auch nach spezifischeren, weiteren Veränderungen geschaut werden sollten: eben auch nach einer schmerzhaften Bandscheibenvorwölbung L4/L5 = Diskusprotrusion L4/L5 (etwas seltener auch L5/S1: der 5te Lendenwirbel L5 ist fester mit den Darmbeinen über das Ligamentum iliolumbale verankert. 

Neben der angespannten Dauerfehlhaltung im Sitzen am PC lösen nämlich anhaltende innere Übersteuerungen des Sympathikus allgemeine Streß-/Immunreaktionen sich ständig steigernde, verklebende, vernarbende und schmerzhaft entzündliche/irritative Auswirkungen in der gesamten Region aus. Schmerzhafte innere Muskelverkrampfungen im unteren Rücken und in der Hüfte sind die Folge - und nicht die wirkliche Ursache - dieser inneren Reizzustände der Bandscheiben, der Iliosakralgelenke ISG und der tiefen myofaszialen Core-Strukturen. Die Missachtung dieser komplexen inneren Vorgänge bei der Diagnostik und Therapie von tiefen unteren Rückenschmerzen führt immer noch fast regelhaft in die definitive, nur noch sehr schwer behandelbare schmerzhafte Chronifizierung der Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen über die Hüfte und in den Ischias: zur oft auch multimodal chronifizierten "Rücken"-Schmerzen".

Faszienrollen, Dehnübungen und Muskelenspannungsmittel sowie Schmerzmittel mögen zwar oft die Symptome einer Bandscheibendegeneration und Iliosakralfaszienreizung vorübergehend beheben, die eigentlichen Ursachen beheben sie aber eher nicht wirklich! Die muskuläre "Blockade" zu überwinden, zu durchbrechen, also das Iliosakrale Gelenk zu "deblockieren", den reaktiv schmerzhaften Muskel irgendwie zu detonisieren, führt häufig sogar direkt in eine fatale Chronifizierungsspirale zur weiteren Destabilisierung. Der oft beschworene reine Muskelkraftaufbau ist bei Reizzuständen des überdehnten Bandscheibenfaserringes der Bandscheibe und der Faszien der Iliosakralgelenke (den mächtigen, aber sensiblen) Iliosakralfaszien eine Aufgabe, an schon sehr viele leidvoll gescheitert sind. 

Besser hilfreich ist die Förderung der sensomotorischen inneren Corestability, der Stärkung der Core-Koordination einschließlich der neurovegetativen inneren Core-Spannungskontrolle! Natürlich auch in Kombination mit präzise gezielten biostimulativen Interventionen mit physikalischen und biosubstanziellen Eingriffen an den Bandscheibenfaserringen, den Wirbelfacettengelenken und vor allem in der iliosakralen Knochenspalte: einer gezielten BioRegeneration der doch wieder endlich wiedergefundenen Körpermitte, dem Kreuzbein Os Sakrum im Zentrum des Beckenringes zwischen den beiden Darmbeinen, über dem Steißbein und dem Beckenboden sowie unter den beiden untersten Lendenwirbeln L4 und L5.

Die Analyse, Diagnostik und Therapie dieser komplexen Anatomie und Biologie erfordern eine besonders große Erfahrung. Viel zu viele Patient*innen mit "Lumbalgie", "Lumboischialgie", mit dem Symptom "Rücken", also ständiger oder häufig wiederkehrender Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte und mit "Ischias" landen aber immer noch in der falschen Schublade. Sie erleiden dann wahre Odysseen und zum Aushalten / Ertragen / "Vergessen" der Schmerzen ermahnt , werden "eingerenkt", immer wieder zur Geduld ermahnt, erfahren Psychotherapien, erhalten Rezepte für starke Medikamente bis hin zu Morphinen, Opiaten und Psychopharmaka. Ihnen wird mit verstümmelnden Operationen gedroht. Sie verbringen viel-zu-viel Zeit mit Physiotherapien / "Übungen" und "Osteopathie". Eine wirklich fundierte vorausgehende echte, exakte Struktur-Analyse von Bandscheibe, Wirbelgelenken und ISG- Strukturen ist dabei eher selten und führt so leider häufig schnurstracks auch in den OP, also "unter`s Messer", zur Bandscheiben-OP (Nukleotomie) oder/und zur chirurgischen Versteifung des unteren Rückens und der Kreuzdarmbeingelenks mit Entwicklung eines FBS Syndroms (Failed Back-Surgery Syndroms).

Oft folgen dann noch weitere Torturen durch ein Failed Back-Surgery Syndrom FBSS (= mißlungene Rücken-OP). Die Mühle mit ständig Physio, Pharma und erneuter OP dreht sich immer weiter. Das therapeutisch noch sinnvolle Zeitfenster für neue minimalinvasive Interventionen für diese inneren Strukturen, für bioregenerativ wirklich nachhaltige therapeutisch gezielte Optionen wie zum Beispiel mit PRP / an Thrombozyten reichem Plasma bzw. Eigenblut steht dann irgendwann natürlich wirklich nicht mehr offen. Es bleibt ein weiteres "Leben mit Rückenschmerzen".

Was nützt eine Kernspintomografie, wenn darin nur nach einem Bandscheibenvorfall Prolaps oder einer sonstwie verursachten Engstelle für den Nervendurchtritt gesucht wird? Und wenn alle Rückenschmerzen ohne einem Prolaps nur den Reflex: "also keine OP...!" auslösen, wenn so sämtliche untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und Ischias in die unendliche weitere Verordnung "Schmerztherapie" mit Pillen und Übungen münden?!

Wer erst einmal in der Schublade "Rücken = Übungen", "Rücken = Schlucken" landet ist nur zu häufig dann irgendwann auch noch in der Schublade "Rücken = OP" angekommen. Wenn über eine Protrusion der Bandscheibe eine Schwächung der inneren(!) Faszien um das Kreuzbein, eine Instabilität der Körpermitte eingetreten ist, die dann natürlich trotz eines "Muskelkorsetts" eine Lendenwirbelsäulen- und Kreuzdardarmbeinarthrose voranschreiten lässt. Die dann in der späteren zweiten Lebenshälfte eine arthrotische ISG- und Segmentinstabilität nach sich zieht. Und diese schließlich sogar zur ISG- und Wirbelversteifung Spondylodese mit nicht lange anhaltendem Erfolg führt. 

Neue Alternativen der Regenerationsmedizin , also regenerative minimalinvasive Interventionen, differenzierte therapeutische Strategien für die Bandscheibe und das Iliosakralgelenk müssen allerdings noch/schon möglichst rechtzeitig erfolgen: es gilt  60re.org (vgl. www.60re.org). Denn "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"! Neue regenerationsmedizinische Konzepte finden immer mehr Akzeptanz, setzen sich jetzt immer mehr durch. Das traditionelle schmerztherapeutische, am Symptom orientierte Schubladendenken vieler Ärzte und Physios wird international immer weniger akzeptiert:

Die Grundlage bietet die Neuentdeckung der Faszien als der BioRegeneration zugängliche Strukturen: in unserem Falle bei "Rücken" also die Tatsache, dass der 5te Lendenwirbel über mehr-oder-weniger feste innere Faszien sehr stabil und dennoch sensibel mit den beiden Darmbeinen (Beckenschaufeln) sowie über die Bandscheibe L5/S1 mit dem Kreuzbein verbunden ist. Die auch deutlich voluminösere Bandscheibe L4/L5 ist besonders großen Dreh- und Schwerkräften ausgesetzt, ist die am meisten überforderte und am häufigsten dekompensierende Bandscheibe im unteren Rücken.

Die Symptome einer Diskusprotrusion L4/L5 - vereinfacht "Protrusion L4/L5" oder "Bandscheibenvorwölbung L4/L5" - sind denen einer anderen Segmentdekompensation "Modic", sowie eines Wirbelfacetten- und eines ISG-Syndrom also sehr ähnlich bis identisch: tiefe (entzündliche) Schmerzen im unteren Rücken oder/und in der Hüfte. Selten können sie auch bis in den Fuß ausstrahlen. Entwickeln sich bei einer Protrusion allerdings sogar zunehmende Lähmungen oder/und Gefühlsausfälle, sollte zügig - eventuell frühzeitig - mittels eines erneuten MRTs die erneute rechtzeitige weitere Analyse erfolgen. Denn aus jeder Bandscheiben- Protrusion (Faserringüberdehnung) kann sich auch ein Bandscheiben- Prolaps, also ein "richtiger" Bandscheibenvorfall bis hin zum Bandscheiben- Sequester L4/L5 entwickeln. Und dadurch können auch die Iliosakralgelenke und die Wirbelgelenkefacetten zusätzlich weiter massiv schmerzhaft dekompensieren.

Bandscheiben-  Protrusionen L4/L5 sollten im Auge behalten werden - und nicht durch falsche Dehnungen etc. zusätzlich gestresst, durch unsachgemäße Einrenk_Manöver noch vollständig zum Bandscheibenvorfall L4/L5 bis hin zum Bandscheiben -Sequester geführt werden. Sie sind Zeichen einer nur im MRT erkennbaren sichtbaren Bandscheiben-Degeneration und -Dekompensation, häufig auch auf dem Boden einer genetischen Veranlagung sowie durch eine ungute Lebensweise (Sitzen, Streß/Sympathikotonus und Adipositas!) gemeinsam mit iliosakralen/ISG- Dekompensationen.

Zu Dehnungen und Manipulationen mittels Physiotherapie, Osteopathie und Gymnastik bei Prolaps, Protrusion oder Osteochondrose der Bandscheibe gibt es keine wirklich streng wissenschaftlich dokumentierte positive Signifikanz. Vielleicht kaschieren Übungen auch nur vorübergehend die Symptome, also die durch die Dekompensation der Bandscheibe und des Iliosakralgelenks ausgelösten reaktiven tiefen Muskelverspannungen? Und bei einem schlussendlichen Segmentkollaps mit Spinalkanalstenose ist irgendwann dann tatsächlich ein Zustand erreicht, bei dem sogar eine chirurgisch operative Therapie zur Wiedereröffnung des Nervenkanals / Spinalkanals unumgänglich geworden ist. Dann geht es nicht mehr "nur" um Schmerzen, sondern um die fortschreitend verlustig werdende selbständige, aufrechte Gehfähigkeit, um den Erhalt der aufrechten, sicheren Mobilität. 

Faszienverklebungen und Faszienvernarbungen im Spinalkanal selbst sollte möglichst noch vor dem Entstehen einer "multimodalen Schmerzkrankeit" des unteren Rückens entgegengetreten werden und auch einer Spinalkanalstenose mit einer zunehmend einschränkenden Gangunsicherheit "Claudicatio spinalis" rechtzeitig gezielt entgegengewirkt werden: immer häufiger werden auch international...) hierzu die regenerationsmedizinischen bioregenerativen Effekte von aus dem Eigenblut der Patient*innen jeweils frisch gewonnenem PRP (Platelet Rich Plasma, Plättchen Reichem Plasma) sowohl im Spinalkanal, wie auch in der Bandscheibe und dem Iliosakralgelenk verwendet. Die besten Effekte lassen sich noch erzielen, wenn noch kein finaler Endzustand erreicht ist, also nicht etwa bei einer schon absoluten arthrotischen Spinalkanalstenose L4/L5 und einer schon finalen Iliosakralarthrose im Endzustand.

Kernspin der Bandscheibe - Video

Schmerzen im unteren Rücken sind nicht immer nur auf eine vielleicht tatsächlich zu schwache Rücken-& Bauch-Muskulatur oder einen verklemmten Wirbel zurückzuführen. Schmerzhafte Überreizungen können auch aus dem Rückenmarkskanal kommen. Eine gut analysierte Kernspintomographie ist, um eine verlässliche und weiterführende Diagnose zu erstellen, unabdingbar. Häufig sind mit einander "verkettete" innere Ursachen wie eine Bänderschwäche um das ISG im Becken, ein Reizzustand der Wirbelgelenke, etc., zu erkennen und dann jeweils möglichst gezielt therapeutisch auch bioregenerativ anzugehen.
 

Die Diagnose erfolgt heute über die Magnetresonanz- oder Kernspintomografie MRT und nur noch sehr selten selten, z.B. bei einer Klaustrophobie oder bei magnetischen Implantaten im Körper, auch über eine Computertomografie CT.

Die Abklärung einer weiter zunehmenden Vorwölbung der Bandscheibe, einer Protrusions -Zunahme im Stehen, kann auch durch das dynamische Upright-MR vorgenommen werden (s.u.). Auch die bildgesteuerte Diskografie / Diskus-Stimulation wenn gleich mehrere Protrusionen  Bandscheibenvorwölbungen oder sogar Prolabierungen Bandscheibenvorfälle auf verschiedenen Etagen mit Nervenwurzelreizungen (Radikulitis) vorliegen, wird zur Planung einer möglichst gezielten Therapie propagiert.

Wie der Bandscheiben-Vorfall = Prolaps ist die Bandscheiben-Vorwölbung = Protrusion besonders häufig in der Etage bei L4/L5 zwischen dem 4. und dem 5. Lendenwirbel festzustellen. Die Bandscheibe zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel ist durch die exponierte anatomische Lage des vierten Lendenwirbels über dem im Beckenring fest verankerten fünften Lendenwirbel am Kreuzbein und der inneren iliosakralen Hüfte ISG die am meisten beanspruchte Bandscheibe. Die Bandscheibe unter dem Lendenwirbel L5, der Diskus L5/S1 liegt dagegen direkt über dem oberen Kreuzbeinwirbel Sakrumwirbel S1 und ist mit dem Kreuzbein wesentlich stabiler in die tiefen iliosakralen und iliolumbalen Faszien integriert, d.h. mechanisch bei Fehlbewegungen weniger überbeansprucht.

Der bindegewebige "Spezialfaszie Bandscheibe L4/L5" mit ihrem stark beanspruchten äußeren Bandscheibenring ist - wie speziell auch das Bindegewebe des Iliosakralgelenkes ISG - durch unseren heutigen Lifestyle erheblichen anhaltenden Fehlbelastungen und Überlastungen ausgesetzt. Die kollagenen Fasern können durch vieles Sitzen, mangelnde Stimulation, aber auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Kollagen-Gifte wie Nikotin sowie durch individuelle genetische Faktoren so schwach ausgebildet sein, dass sie schon bei Gelegenheitsursachen wie einer Fehlbewegung mit einem geringfügigen Verheben feine Risse erhält. Schon ein kleiner Riss kann sehr weh tun. Im Kernspin zeigen sich solche kleinen Risse als HIZ = Hyper Intense Zonen. Schlimmer sind die Schmerzen aber meist dann, wenn das weniger feste innere Bandscheibenkerngewebe (Nukleus pulposus) in den bindegewebigen, mit zarten empfindlichen Faszien ausgekleideten  Spinalkanal hineinsickert und dieser Bandscheibenkern Sequester zu einer reaktiven örtlichen Gewebsentzündung im epiduralen Spinalkanal führt: es geht also nicht immer nur um einen womöglichen Druck auf eine oder mehrere Nervenwurzeln. 

Durch die Überdehnung, die örtliche Faserring-Reizung und oft auch das Übergreifen der Reizung mit Schwellung und auf die jeweilige vorbeiziehende Nervenwurzel können Nervenentzündungen entstehen. Die Radikulopathie oder Radikulitis bei einer Protrusion L4/L5 betrifft die linke oder rechte Nervenwurzel L4, etwas seltener die Nervenwurzel L5 und noch seltener die Nervenwurzel S1. Auch kombinierte radikuläre Reizungen L4, L5 und S1 sind möglich.

Häufig findet sich in der Vorgeschichte einer Bandscheibenprotrusion gerade auch zwischen L4 und L5 eine wiederkehrend rezidivierende Blockade des Kreuzbeins durch instabile, insuffiziente iliosakrale Faszien der iliosakralen inneren Hüfte. Die gereizten Knochenrinden (Enthesen) des ISG führen können über einen reaktiven spastischen Muskelkrampf des birnenförmigen Piriformis ebenfalls zum Ischiassyndrom durch den Pirifomismuskel, zum Piriformissyndrom, führen. Es kann dann die Radikulärsymptomatik durch die Diskusprotrusion oder Diskusprolaps bei L4/L5 oder auch L5/S1 überlagern. Ständige Manipulationen am ISG und am Piriformis führen leider nicht selten zur Chronifizierung der Problematik: den Piriformis und das Iliosakralgelenk also bitte nicht ständig immer weiter maltraitieren...!

Das Kreuzbein Sakrum, die Bandscheiben L5/S1 und L4/L5 bilden zusammen mit den iliosakralen Faszien, den tiefen Corestabilisatoren Ilio- Psoas und Piriformis einen eng verwobenen, sensomotorisch aktiv und passiv stabilisierenden Funktionskomplex. Und in diesem ist eben gerade auch der Diskus L4/L5 eine besondere Schwachstelle mit den dann besonders häufigen Protrusionen und Prolabierungen. Auch hier sind die bildgesteuerten gezielten Applikationen von aus dem Patienten - Eigenblut gewonnenem Plättchen Reichen Plasma / Eigenblut / PRP immer häufiger eine bioregenerative, natürliche therapeutische Option. Wichtig ist bildgersteuert gezielte Applikation auch des Eigenblutes nach vorausgegangener gezielter Test-Infiltration. Die jetzt auch mögliche Spiegelung des Spinalkanals (Epiduroskopie) mit kleinsten präzise steuerbaren Systemen dürfte sicher noch einen weiteren gewaltigen Fortschritt in der gezielten bioregenerativen Eigenblut - PRP - Therapie von durch dekompensierende Bandscheiben entstehende Schmerzen im unteren Rücken und in der Hüfte bewirken.

Das Kernspin MRT wird auch für die Untersuchung des unteren Rückens in Rückenlage angefertigt. Sich vorwölbende Protrusionen von Bandscheibenringen durch den Druck der Oberkörpers im aufrechten Stehen sind so nicht nachweisbar. Spezielle Kernspintomografien mit Untersuchung der Situation im Stehen sind nur an wenigen Orten verfügbar und stellen meistens keine Kassenleistung dar. Die Unterschiede einer Bandscheibenvorwölbung z.B. L4/L5 im Liegen und im Stehen sind aber oft eklatant. Vor allem auch bei Nervenreizerscheinungen ist deshalb bei den so genannten Radikulopathien (Radix=Wurzel, Pathos=Leiden) die Diskografie oder Diskusstimulation in der Diskussion und weiteren Erprobung. Eine Disc-Stimulation der verdächtigten Bandscheiben wird unter elektronisch verstärkter bildgebender Durchleuchtung, evtl. auch Computertomografie CT, mit einer nur sehr geringen Menge eines Röntenkontrastmittels durchgeführt. Sie ermöglicht gerade auch bei gleichzeitig mehreren gleichzeitigen Diskusprotrusionen im MRT einige grundlegend wichtige Aussagen:

  • Kommt es bei der Injektion zum Beispiel zu einer typischen Schmerzverstärkung örtlich oder/und im Ausbreitungsgebiet der Nervenwurzel, einem Memory-Pain?
  • Zeigt sich ein Austritt von Kontrastmittel in den epiduralen Spinalkanal?
  • Zeigt sich eine besondere Verteilung des Kontrastmittels in der Bandscheibe: eine innere Bandscheibenzermürbung/Diskusdegeneration, also Diskose und/oder Osteochondrose?
  • Günstig ist die daran anschliessende Durchführung einer Computertomografie CT:
  • sie demonstriert die räumliche Ausbreitung des Kontrastmittels in der untersuchten Bandscheibe sowie erlaubt sie Klärung, ob es sich um eine geschlossene oder partiell eingerissenen Protrusion handelt.

Die Diskografie/Diskusstimulation erfolgt natürlich immer erst nach einer ausführlichen und eingehenden Beratung über die zu erwartenden therapeutischen Konsequenzen, die mit ihr verbundenen Risiken und weit überwiegend ambulant in einer nur oberflächlichen "Halb-Narkose", also einem Dämmerschlaf wie beim Zahnarzt oder bei einer endoskopischen Spiegelung.

Auch sie kann im gegebenenfalls mit der Injektion von Biosubstanzen, vor allem Eigenblut PRP und - wegen der möglichen latenten Aktivität von speziellen Erregern in der Grenzschicht zwischen der Bandscheibe und dem Lendenwirbel (Modic-Changes) - auch mit einem örtlichen Antibiotikum kombiniert werden:

Bei einem bandscheibenbedingten Reizzustand durch Prolaps oder Protrusion oder auch Osteochondrose Modic des epiduralen Bindegewebsschlauches im Rückenmarkskanal/Spinalkanal kann an die Protrusion oder den Prolaps ein örtlich abschwellendes Präparat gezielt unter Sicht in den epiduralen Spinalkanal eingebracht werden: nicht nur Kortison, sondern auch biologische Substanzen aus der Naturheilkunde und vor allem die Eigenblutspritze PRP  "Off-Label-Use", über deren Effekte endlich auch in der wissenschaftlich begründeten Medizin/Forschung zur Therapie von Bandscheiben bei Prolaps, Protrusion sowie der Arthrose / Spinalkanalstenose im unteren Rücken immer mehr positive Erfahrungen und Erkenntnisse vorliegen.

Aus einer Bandscheibenvorwölbung Diskus-Protrusion kann sich im weiteren Verlauf also schließlich auch ein größerer Bandscheibenvorfall Diskus-Prolaps mit weiterem Hervorquellen der Bandscheibe in den Spinalkanal  entwickeln. Solche Nukleus pulposus Vorfälle, vielleicht sogar mit Ausbildung eines frei im bindegewebig ausgekleideten Spinalkanal liegenden "Sequesters", gilt es bestmöglich noch rechtzeitig zu verhindern. Einerseits wegen der Konsequenzen für die Nervenwurzelstränge im Rückenmarkskanal durch Druck und örtliche Entzündung, andererseits aber auch wegen der Konsequenzen aus der danach fehlenden Diskus-Substanz mit zunehmender Instabilität / Gleitwirbelbildung L4 auf L5 - und schließlich eventuell der zunehmenden Spinalkanalstenose, einer Verengung ( = Stenose) des Rückenmarkskanals mit Beinschwäche, Gangunsicherheit etc. durch die Verklebungen, Vernarbungen und Einschnürungen der durchziehenden Rückenmarksnerven. Auch gibt es zwar neue minimalinvasive endoskopische Therapien zur Dekompression des Rückenmarkskanals, doch sind rechtzeitige Biointerventionen (vgl. Epiduroskopie und gezielt platzierte Eigenbluttherapie PRP!) eine - rechtzeitig durchzuführende! - Alternative. 

Um Druck auf und die örtliche Gewebsentzündung um die Nervenwurzeln rasch zu beseitigen, muss nicht immer gleich eine große Bandscheiben-OP wegen des im MRT analysierten Prolaps` oder der Protrusion erfolgen. Neue endoskopische minimalinvasive Eingriffe hinterlassen natürlich viel weniger Schäden / Narben:

Eine Bandscheiben-Protrusion oder Nukleus-Pulposus-Protrusion NPP L4/L5 sollte wie ein Bandscheiben-Prolaps oder Nukleus-Pulposus-Prolaps NPP L4/L5 künftig wohl doch bestmöglich sehr differenziert beurteilt und dann natürlich auch entsprechend gezielt/ursächlich behandelt. Eine örtliche Gewebsreizung im Spinalkanal wird durch eine OP selten das gewünschte OP-Ergebnis zeigen! Wie bereits oben erwähnt, stehen heute auch biologisch stimulierende bioregenerative gezielte Interventionen mit PRP / Blutplättchen aus jeweils frischem Eigenblut immer mehr im Focus.

Physiotherapie, Dehnen, Einrenken? Zur Förderung der segmentalen Stabilität der Lendenwirbel sowie des Kreuzbeins im Iliosakralgelenk ISG steht heute ein "sensomotorisch rehabilitatives spezielles Trainingsprogramm" zur Koordination der Coremuskeln zur Verfügung . Neue sensomotorisch schulende Alternativ-Konzepte wie das 4D-Training haben in Ergänzung zu den gezielten bioregenerativen Interventionen mit Plättchenreichem Plasma (PRP) bereits sehr gute Ergebnisse zeigen können!

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.