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Helfen Botulinum, Hyaluron und Eigenblutplättchen auch beim ISG-Syndrom mit ISG-Blockaden und Ischias?

Botulinum, Hyaluron und PRP aus Eigenblut auch für das Iliosakralgelenk ISG? Neue Optionen für die schmerzhaft überreizte, verkrampfte und auch für die rheumatisch verklebte ISG Faszie:

Vor allem Frauen in den mittleren Jahren leiden oft extrem stark unter ihren intensiven inneren Faszien- Schmerzen des unteren Rückens und der Hüfte, einer iliosakralen Fibromyositis in der tiefreichenden, schwer zugänglichen Kreuzdarmbeinspalte: dem Iliosakralgelenk ISG mit dem darüber hinwegziehenden Psoas- und dem Piriformismuskel.

Die Diagnosen Lumbalgie, ISG-Syndrom, chronische ISG Blockaden mit Coccygodynie/Steißbeinschmerzen & Fibromyalgie führen oft nicht wirklich weiter und die klassische Schulmedizin mit den Schmerz weniger wahrnehmenden Pillen und Tropfen etc. befriedigt oft nicht wirklich...

Selbst Osteopathie, Physiotherapie, Massagen etc. können häufig keine wirklich anhaltende Lösung bewirken.

Die Patientinnen suchen Rat und Hilfe in der Gynäkologie. Hausarzt oder Hausärztin sowie der/die alternativmedizinisch schmerztherapeutische Orthopäde/Orthopädin haben sich mit Akupunkturen etc. schon größte Mühe gegeben. 

Weiterhin Alternativmedizin,

also (sektorale/r) Heilpraktiker, Heilpraktikerin? 

"Stress", also alles "psychisch"...?

Spezielle Biosubstanzen, das bekannteste Präparat Botox hat zusammen mit Hyaluron in der Faltenbehandlung und Beauty-Branche große Karriere gemacht, kommen auch in der Faszienmedizin immer häufiger zum Einsatz. Allerdings hat die enorme Beauty-Karriere der gezielten Therapie mit den Biosubstanzen Botulinumneurotoxin z.B. Botox(TM) und Hyaluronsäure einen etwas schwierigen Touch verliehen. 

Trotzdem: nachdem weitere Präparate in der Zulassung für myofasziale Schmerzen gefolgt sind (und wohl noch folgen...) werden sie nun nicht nur in der Beauty-"Therapie", sondern zunehmend auch für die klassischen Schulmedizin, allen voran die Neurologie, Schmerztherapie und (ärztliche) Psychotherapie bei schmerzhaften Verspannungen über die Apotheken und speziell geschulte Ärzte zum gezielten Einsatz gebracht.

Spannungskopfschmerz, fokale Muskelverkrampfungen wie Tennis-Arm, PC-Mouse-Arm, Fersensporn und eben auch die ISG Blockade durch eine fokale Dystonie des Piriformismuskels sind mttlerweile gängige Indikation. Also auch bei einer ISG-Blockade durch einen spastisch hyper-reagiblen Piriformis-Muskel, oft mit Beckenverschiebung und scheinbar ungleich langen Beinen.

Immer mehr medizinische Berichte erscheinen über die  Anwendung der Biosubstanz bei chronischen besonders schmerzhaften rheumatischen und neuropathischen Erkrankungen auch in der Hüfte und im unteren Rücken. 

Das Piriformis-Syndrom, Steißbeinschmerzen (Coccygodynie) und das leider immer häufiger zu diagnostizierende Failed Back Surgery Syndrom "FBSS" nach erfolglosen chirurgischen Rücken-OPs werden immer häufiger mit der örtlich lang anhaltend wirksamen Biosubstanz Botox unter Bildkontrolle (Fluoroscopy) behandelt.

Dabei muss geklärt sein, ob Botox & Co. in das überspannte Muskelgewebe, das verkrampfte und verklebte Faszien-Gewebe selbst oder an die vegetativen Reflexknoten im Nervenwurzelkanal und entlang der Wirbelsäule als Neuraltherapie/Segmenttherapie infiltriert werden sollte.

Auch die meist sehr minimale Dosierung und die Nachbehandlung sind von Spezialisten individuell festzulegen und zu überwachen. Noch erfolgen viele gezielte Botulinum-Therapien im sogenannten 'off-label-use' Verfahren, d.h. außerhalb der im Beipackzettel aufgelisteten Indikationen/Anwendungsorte - mit entsprechend strengen Aufklärungspflichten durch einen Arzt oder eine  Ärztin.

Durch die gesetzlichen Krankenversicherungen besteht noch keine durchgängige Kostenerstattung. Allerdings ist hier gerade eine positive Entwicklung zu erkennen: vor allem dann, wenn die Therapie mit einem der Botulinumneurotoxine BoNT, z.B. Botox, Dysport, Myobloc, Xeomin, etc. im Rahmen einer fachärztlichen Speziellen Schmerztherapie durch einen weitergebildeten Spezialisten erfolgt.

Nach meinen persönlichen Erfahrungen können zusätzlich begleitende Maßnahmen gerade auch am ISG und unteren Rücken wie z.B. Hyaluron- & Eigenblutspritzen mit ACP in Verbindung mit der Stoßwellentherapie ESWT, neurovegetativ stabilisierenden Infusionen und stochastisch pulsierenden Magnetfeldanwendungen den individuellen, gezielten Einsatz an den schmerzhaften, chronisch anhaltend übersteuerten, übersäuerten und immer mehr vernarbenden Iliosakralgelenks- ISG-Faszien den Effekt deutlich verstärken, wieder zu deutlich elastischeren, geschmeidigeren und trotzdem stabilen inneren Faszien im unteren Rücken und in der iliosakraen Hüfte zurückverhelfen.

Also nicht nur die Muskeln, sondern auch die tiefen Faszien, die Faszien-Meridiane mit ihren Nerven-Ganglien und den kontraktilen Bindegewebszellen Myofibroblasten können so sehr gezielt und ohne ganzkörperlich systemische Nebenwirkungen behandelt werden: bei sorgfältig dosierter und sehr gezielter lokaler Anwendung an den örtlichen Nervenknoten/Ganglien lassen sich mit erstaunlich geringen Dosierungen oft erstaunliche gute (und lange anhaltende) schmerzlindernde "ganglionäre Neurolysen" erzielen.

Biosubstanzen wie das neuromodulierende Botulinum Botox scheinen aber auch der klassischen traditionellen Neuraltherapie neue Wege aufzuzeigen. ISG-Syndrom, Coccygodynie (Steißbein schmerzt) mit Piriformis-Syndrom, Beckenverschiebung und Ischias sind wichtige neue Anwendungsmöglichkeiten. Botox & Co.dürften so auch vielen Schmerzmitteln und dem Cortison mit den hinlänglich bekannten - oft langfristig unerwünschten - Risiken und Nebenwirkungen und selbst chirurgischen OPs an Hüfte, Rücken und Iliosakralgelenk vielleicht schon bald noch mehr Konkurrenz machen.

Oft ist die iliosakrale Faszie (natürlich auch das Ligamentum ilio-lumbale und das Ligamentum sakro-tuberale...) verklebt, verhärtet, schmerzempfindlich geworden. Auch hier können Botulinumtoxine sowie Hyaluronsäure und PRP aus dem Eigenblut einer medikamentösen oder einer chirurgischen Schmerztherapie vorgezogen werden. Voraussetzung ist natürlich die fachärztliche und medizintechnische Kompetenz.

Über die klassische reine Schmerztherapie mit Medikamenten, Kortison und Übungen kann Sie Ihr Orthopäde oder Hausarzt informieren und natürlich auch entsprechend multimodal bio-psycho-sozial weiter betreuen. Über die Indikationen, die technische Durchführung, sowie "über Risiken und mögliche Nebenwirkungen" einer ganglionär gezielten Neuraltherapie auch mit Botox & Co. am unteren Rücken, am ISG und im Bereich des Steißbeins informiert Sie aber gegebenenfalls ein spezialisierter Schmerzarzt nochmals sehr differenziert persönlich.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.