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Zweitmeinung Ischias

Auch Ischias- & Hüftschmerzen entwickeln sich in der Covid19-Pandemie zu einer zusätzlich rapide wachsenden Pandemie. Das ständige konzentrierte Sitzen im Homeoffice und die allgemein zunehmende innere Anspannung fordern auch bei "Rücken & Ischias" ihren Tribut. Die Videosprechstunde boomt. Die mir häufigst gestellte Frage lautet dann: Bandscheibe oder ISG mit Piriformis? "ISG", bzw "Iliosakralgelenk" sowie "Piriformis" haben bei "Ischias" mittlerweile fast schon das Suchvolumen von "Bandscheibe" und "Bandscheibenvorfall" erreicht. Viele Patientinnen und Patienten suchen bei Google & Co nach verlässlichen Informationen über diese Strukturen. Aber nicht alle Ärzte und Physios sind hierbei auf dem gleichen Stand. Diese Patientinnen und Patienten sind deshalb also auf der Suche nach einer klaren Diagnose und nach möglichst gezielten Therapie. Das Iliosakralgelenk ISG und der Piriformis sind zwar nicht immer ausschließlich die Ursache von Ischias, aber ohne das Iliosakralgelenk, seine Faszien und seinen Piriformis- und Psoasmuskel ist keine Regeneration der Körpermitte, ist keine Corestability möglich.

Die Anteile sämtlicher die Schmerzen verursachenden Veränderungen müssen immer individuell identifiziert werden. Die Nachfrage nach einer klärenden MRT-Video-Sprechstunde aus dem gesamten Bundesgebiet ist in den letzten Wochen geradezu exponentiell gewachsen. Sehr viele Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland, die trotz Ihrer Übungen, Wärmepackungen und Medikamente an "Ischias", an "Hüftschmerzen" und ganz allgemein an "Rücken" leiden, fragen immer häufiger auch über die Videosprechstunde nach einer vielleicht doch passenderen Diagnose und nach einer erst somit möglichen neuen therapeutischen Lösung.

Schmerzmittel und Übungen sind natürlich die zunächst naheliegendste Lösung. Was aber, wenn der untere Rücken, das Steißbein, die Hüfte und der Ischias auch nach Wochen und Monaten immer noch schmerzen? Was ist dann möglichst tiefblickend möglich? In den Vordergrund rückt meist schnell die Sorge, dass gerade bei "Ischias" eben doch ein Bandscheibenvorfall die Ursache sein könnte. Und rasch natürlich auch die Frage, ob vielleicht (nochmals) operiert werden müsste. Hausärztin oder Hausarzt, Physios und meist auch "der Orthopäde" raten vielleicht dazu, bloß kein Kernspin MRT anfertigen zu lassen. Dies mit der Begründung, dass sonst vielleicht der Neurochirurg mit dem Radiologen ein Argument zur OP an einer Bandscheibe oder gar schon zur Wirbelversteifung geliefert bekommen könnte. In einem (guten) MRT sind aber häufig auch viele andere Informationen als "Bandscheibenvorfall" oder die eine Operation am Rücken rechtfertigende "Wirbelverschiebung/Gleitwirbel/Segmentinstabilität" an der Lendenwirbelsäule erkennbar. Bei "Ischias" also bitte nicht immer die "Frage Bandscheibe/Bandscheibenvorfall?" klären! Viele innere Strukturen im unteren Rücken können ebenso sehr untere Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und eben auch Schmerzen im "Ischias", also dem Nervus ischiadicus  verursachen.

Bilder Ischias und Piriformis

Veränderungen am Kreuzdarmbeingelenk im Bereich der Hüfte mit dem Piriformismuskel, dem Steißbein, den Becken-Faszien und dem Hüftgelenk selbst lassen sich mit der entsprechenden Erfahrung in einem geeigneten MRT wesentlich früher erkennen - und therapeutisch nutzen - als in einem konventionellen Röntgenbild allein der knöchernen Strukturen. Veränderungen in der Tiefe sind im MRT natürlich auch wesentlich genauer als mit einer tastenden Hand zu beurteilen. Die Hand kann meist nur die entsprechende Reaktion als Muskelanspannung mit Verkürzung und Verhärtung finden. Kombinationen von Auffälligkeiten sind eher die Regel als die Ausnahme. Je länger eine Überreizung andauert, desto komplexer sind dann auch die Befunde im MRT. Ganz zu schweigen von MRTs bei den Defekten und Verstümmelungen nach herkömmlichen "Rücken-Operationen" wie "Nukleotomie" bei einem Bandscheibenvorfall der/und "Spondylodese" zur Wirbelsäulenteilversteifung am unteren Rücken. Die Angst vieler Patientinnen und Patienten, dass nach einem MRT die Konsequenz eine ebensolche Operation sein könnte ist deshalb absolut verständlich. Zwar gibt es heute bereits wesentlich schonendere OP-Möglichkeiten, einen durch einen Bandscheibenvorfall oder durch ein instabiles, arthrotisch vergrößertes Wirbelgelenk eingeengten Nerven zu befreien. Und vor allem gibt es im unteren Rücken, in der Hüfte und im Ischias auch noch ganz andere Ischias auslösende Ursachen als eine Kompression von Nerven im Spinalkanal. Reizzustände der Bandscheiben zwischen den Lendenwirbeln und Reizzustände der iliosakralen Faszien (Bindegewebsbänder) mit schmerzhaften spastischen Reaktionen der tiefen Coremuskeln sind ebenfalls sehr, sehr häufige Auslöser von Ischialgien, von Schmerzen, die über die Hüfte in`s Bein ausstrahlen. Ohne Berücksichtigung der eigentlichen Ursachen nur zu Dehnen, gehört aber genauso verurteilt, wie die oft damit verbundene Drohung, dass andernfalls eben nur eine verstümmelnde Rücken-OP möglich sei.

Das Iliosakralgelenk ISG mit seinem seitlich zum Hüftgelenk ziehenden Piriformismuskel und seinem inneren vorne zur Hüfte ziehenden (Ilio-) Psoasmuskel wird vielerorts immer noch als die Domäne der Physiotherapie, der Osteopathie sowie der Faszienrollen etc. gekannt. Durch meinen Artikel zum Piriformis-Syndrom mit Ischias in zwei sehr weit verbreiteten Zeitschriften und durch die Flut von Anfragen auch zur Videosprechstunde mit der Frage "Bandscheibe oder Iliosakralgelenk/Piriformis"  habe ich jetzt die wahre Dimension des Problems "Deutschland hat Rücken" erfassen müssen. Durch den jetzt erneuten Lockdown mit Stress, Anspannung, Homeoffice, etc. scheint das Thema trotz aller Youtubes zu Faszienrollen, Piriformisdehnungsübungen, Beinlängenausmessung, etc. nochmals an Dramatik zuzulegen: denn täglich melden sich aus ganz Deutschland, aber auch aus der hier angrenzenden Schweiz und aus dem nahen Österreich viele Patientinnen und Patienten, die mir Ihre Odyssee mit "Rücken / Ischias" trotz aller Schmerztherapien, Operationen an der Lendenwirbelsäule und "Übungen" einschließlich Yoga, Pilates, Faszien-Tools, etc. beklagen. Durch die endlich ermöglichte Videokonsultation zur Zweitmeinungsbildung mit einer interaktiven Analyse des aktuellen, technisch perfekten MRTs von LWS & ISG ist die Ursache von bislang anhaltenden "Rückenschmerzen" und "Ischias" oft schon recht genau einzugrenzen und es sind dann gegebenenfalls auch die weiteren Schritte vorzuschlagen. Selten nur eine OP. Aber selten auch nur weitere Dehn- und Kräftigungsübungen. Meist aber zunächst die - leider nur zu oft fehlverstandene - Testinfiltration mittels einer bildgesteuerten, dokumentierten, gezielten "Misch-Spritze". Selbst am ISG kann es noch unterschiedliche gezielte Optionen zur Test-Infiltration geben. Das Iliosakralgelenk, das Steißbein und der Übergang zum Hüftgelenk sowie zur Lendenwirbelsäule müssen/sollten sehr differenziert analysiert und entsprechend gezielt angegangen werden: die noch rechtzeitige, bestmögliche Iliosakralregeneration, also die Regeneration des Kreuzdarmbeingelenks ist heute das Gebot der Stunde zur rechtzeitigen Vermeidung oder Beendigung einer Odyssee mit "Rücken und Ischias"! Nie hätte ich gedacht, dass "Rücken" und "Ischias" in Deutschland einmal solche Dimensionen annehmen könnten -  und wie viel Leid bei rechtzeitiger genauer Analyse und gezielten Interventionen bei "Iliosakralgelenk", "Piriformismuskel" und "Ischias-Schmerzen"  zu vermeiden gewesen wäre! Gerne helfen wir auch Ihnen bei allfälligen technischen Fragen zur Terminierung einer vorausgehenden interaktiven MRT-Analyse in unserer Video-Zweitmeinungssprechstunde!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.