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ISG Regeneration

ISG-Dauerblockaden führen zum ISG-Syndrom durch Piriformis-Spasmen mit Beckenschiefstand, meist auch zur ISG-Arthrose und weiteren Folgeschäden. Das Hüftgelenk und die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule werden dann ebenfalls zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Neue Therapien zur ursächlichen Lösung von "neuronalen", also durch nervlich unterhaltenen Piriformis-, aber auch Iliopsoas-Spasmen führen zu nachhaltig positiven Langzeitergebnissen, also zur nachhaltigen ISG-Regeneration. Der therapeutische Schlüssel zur Behebung von chronischen ISG-Blockade liegt in den Neuronen der Faszien rund um das Kreuzdarmbeingelenk samt dem Ganglion impar des Steißbeins. Mechanische Manipulationen mit den Foam-Rollen ("Faszienrollen") im Bereich der Gesäßmuskeln können böse enden. Auch etliche heftige Manipulationsmanöver zur vermeintlichen Lösung von chronischen ISG-Blockaden, schon verkürztem Piriformismuskel und narbig verhärteten Faszien in der iliosakralen Knochenspalte sind absolut dazu angetan, dieses komplexe System dauerhaft zu schädigen.

Die Bandscheibe L5/S1, das Kreuzbein, das Steißbein und die beiden Darmbeine sind durch zwar äußerst feste Faszien miteinander verbunden. Diese Core-Faszien besitzen jedoch auch ein sie in ihrer Elastizität sehr, sehr sensibel aufeinander abstimmendes neuronales System. Dieses neurofasziale System muss selbständig und sehr schnell auf die verschiedenen Stöße und Verschiebungen/Dehnungen zwischen den Corestrukturen Bandscheibe, Kreuzbein, Steißbein und Darmbeine reagieren können: gegebenfalls die "Notbremse" über die Aktivierung der beiden Coremuskeln Piriformis und (Ilio-)Psoas aktivieren. Vor allem der Piriformis neigt bei ständigen "Notbremsen" - zur Verhinderung einer Faszienruptur (-zerreissung) zwischen Darmbein, Kreuzbein und Steißbein - zur dauerhaften spastischen Dekompensation. Der verkrampft verkrampfende, sich immer weiter verkürzte Piriformis zieht/verschiebt das Becken zu seiner Hüftseite. Er wird immer härter, drückt dann häufig sogar den Ischiasnerv gegen eine Faszienkante und löst - ähnlich wie ein Bandscheibenvorfall - eine "Ischialgie", also einen in das Bein ausstrahlenden Nervenschmerz hervor.

Bilder zur ISG Regeneration

Wie soll aber dieser hypersensible Piriformismuskel wieder nachhhaltig beruhigt werden?! Die Lösung zur dauerhaften Muskelbesänftigung liegt in der wieder möglichst nachhaltigen Regeneration der feinen Rezeptoren in den Faszien rund um die Bandscheiben L4/L5 und L5/S1, dem iliolumbalen und iliosakralen Faszienkomplex sowie den vom Steißbein sternförmig nach allen Seiten ausstrahlenden besonders sensiblen Faszienkomplex am Übergang zum Beckenboden. Dieser essentielle, so wichtige Steißbeinfaszienkomplex ist extrem dicht besetzt mit Sensoren, die im regionalen vegetativen Ursystem-Kontrollzentrum, dem Impar-Nervenknoten direkt vor dem Steißbein und dem Kreuzbein liegt. Dieser Nervenknoten Impar-Ganglion und seine verästelten feinsten Nervenstränge müssen wieder zur Ruhe gebracht werden, wenn der Piriformis und die tiefen Faszien übersteuern, d.h. wenn sie mit ständigen schmerzhafte Spasmen überreagieren.

Die Neuraltherapie mit bestimmten Lokalanästhetika ist seit Jahrzehnten bekannt und bewährt. Die exakte Lokalisation, die exakte örtliche Einbringung der Lokalanästhetika ist, wie der Name schon sagt, besonders wichtig. Kleinste Dosierungen können schon zum erlösenden "Sekundenphänomen" führen, zur schnellen Spasmolyse des Piriformis.

Oft kommt der Spasmus, der Piriformiskrampf, die schmerzhafte "ISG-Blockade aber rezidivierend wieder. Deswegen sind dann weitere Maßnahmen zur neuronalen ISG-Regeneration (= ISG-Blockade-Lösung) angezeigt. Das Zusammenspiel von Lendenwirbeln, Kreuzbein und Steißbein zwischen den beiden Beckenschaufeln (Darmbeinen) muss dann über die Core-Faszien und die Core-Muskeln wieder trainiert werden! Hierzu dient vor allem die sensomotorische Analyse von Rücken-Becken-Bein mit dem anschließendem regelmäßigem 4D-Aktiv-Training der Corestrukturen.

Die Regeneration der verhärteten, vernarbten Corefaszien kann zusätzlich mit gezielt eingespritzten Thrombozytenkonzentraten (Plättchen reichem Plasma = PRP) wieder stimuliert werden. Aber auch die gezielte Einspritzung von minimalsten therapeutischen Dosierungen eines Botulinumpräparates in die (myo-)faszialen ISG-Regulationszentren kann die Voraussetzung zur nachhaltigen Lösung von myofaszialen Piriformisspasmen = iliosakralen Beckenblockaden bieten. Bei geringer Dosierung werden keine Lähmungen ausgelöst, sondern nur eine sehr milde, länger anhaltende Krampflösung, also eine Verhinderung von schmerzhaft blockierenden wiederkehrenden Dekompensationen mit zunehmenden Verkürzungen:

Die Kombination von Faszien-PRP, Faszien-BoNT und sensomotorischer 4D-Rekonditionierung kann bei richtiger Indikation und Technik helfen, so manche Bandscheiben- und ISG- Odyssee mit chronischem "Rücken" endlich wieder nachhaltig zu beenden.

Bitte beachten Sie, daß diese Patienteninformationen in keinem Fall den persönlichen Kontakt zu einem Facharzt Ihres Vertrauens zu ersetzen vermag! Sie sollen lediglich eine breitere Basis zum Verständnis für weiterführende Maßnahmen in einer fachärztlichen Praxis schaffen! Zu Indikation, Risiken und Nebenwirkungen einer Therapie kann nur ein Facharzt Ihres Vertrauens bei einem persönlichen Kontakt rechtsverbindlich informieren!


Im Team stark! Spezialisten für Bandscheibe, ISG und Steißbein

Durch Kooperationen mit spezialisierten Kliniken und Fachärzten aus Oberschwaben, dem Allgäu und der Bodensee Region wird die Versorgung der Patienten mit Bandscheibenvorfall, Iliosakralsyndrom, Facettensyndrom, Hexenschuss, Spinalkanalstenose, Rheuma, Arthrose oder Ischias ständig verbessert. Das Einzugsgebiet für auserwählte Kooperationen umfasst Kliniken und andere Spezialisten in ganz Süddeutschland.